Ein barrierefreies Badezimmer ist längst kein Thema mehr, das sich auf Pflegeheime oder Rehabilitation beschränkt. Immer mehr Bauherren und Sanierungsinteressierte entscheiden sich bewusst für Duschlösungen, die Komfort, Sicherheit und Ästhetik miteinander verbinden. Wer 2026 plant, sein Bad zukunftssicher zu gestalten, steht dabei vor einer entscheidenden Wahl: Welches Material erfüllt die normativen Anforderungen an Barrierefreiheit, hält dem täglichen Gebrauch stand und überzeugt gleichzeitig optisch? Die Antwort liegt im Detail – in Rutschfestigkeit, Pflegeaufwand, Langlebigkeit und Verarbeitungsqualität. Dieser Artikel vergleicht die wichtigsten Materialien für moderne Duschlösungen im barrierefreien Badezimmer und liefert fundierte Entscheidungshilfen für Planung und Kauf.
Grundlagen: Was ein barrierefreies Badezimmer ausmacht
Inhalt
Normative Anforderungen 2026
Die DIN 18040-1 und DIN 18040-2 bilden in Deutschland den technischen Rahmen für barrierefreies Bauen. Für das Badezimmer gelten konkrete Mindestmaße: Die Duschfläche sollte mindestens 90 × 90 cm, bei voller Rollstuhlgerechtheit 120 × 120 cm betragen. Bodengleiche oder schwellenniedrige Übergänge sind Pflicht, ebenso wie rutschhemmende Oberflächen der Klasse R10 oder besser. Der Übergang zwischen Duschfläche und Badezimmerboden muss wasserdicht, aber stufenlos sein – das stellt hohe Anforderungen an die verwendeten Materialien und deren Verbindungstechnik.
Warum das Material über Sicherheit entscheidet
Nicht jedes ästhetisch ansprechende Material ist gleichermaßen für ein barrierefreies Badezimmer geeignet. Polierte Natursteinoberflächen etwa sehen edel aus, können aber bei Nässe zur Rutschfalle werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Oberflächenstruktur, Fugenanteil und Pflegbarkeit. Materialien mit höherem Fugenanteil bieten oft bessere Griffigkeit, erhöhen jedoch den Reinigungsaufwand. Der Materialvergleich muss daher immer ganzheitlich erfolgen – unter Berücksichtigung von Sicherheit, Hygiene und Alltagspraktikabilität.
Acryl und Sanitäracryl: Der Klassiker unter den Duschmaterialien
Eigenschaften und Verarbeitung
Sanitäracryl zählt zu den meistverbreiteten Werkstoffen im Duschbereich. Es ist leicht, gut formbar und in nahezu jeder Größe und Form produzierbar. Die glatte Oberfläche ist angenehm warm beim Betreten, was im barrierefreien Bereich, wo Nutzer häufig barfuß oder mit dünnen Socken duschen, ein relevanter Komfortfaktor ist. Moderne Acrylwannen werden mit integrierten Anti-Rutsch-Strukturen oder nachträglichen Beschichtungen angeboten, die die Rutschfestigkeit auf R10 oder R11 anheben.
Stärken und Schwächen im Barrierefreiheits-Kontext
Acryl überzeugt durch sein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis und die einfache Installation. Allerdings ist die Oberfläche kratzempfindlicher als Keramik oder Emaille, und starke Reinigungsmittel können die Struktur langfristig angreifen. Für eine flache, bodengleiche Lösung eignet sich Acryl sehr gut, da es in geringen Bauhöhen ab 2,5 cm produziert werden kann. Wer eine flache Duschwanne für das barrierefreie Bad sucht, findet in modernen Sanitäracryllösungen eine technisch ausgereifte Option.
Mineralwerkstoff (SMC und Duroplasten): Robustheit trifft Design
Was ist Mineralwerkstoff?
SMC (Sheet Moulding Compound) und verwandte Duroplasten sind Verbundwerkstoffe aus Harz, Füllstoffen wie Kalk oder Quarzsand sowie Glasfasern. Sie vereinen die Formfreiheit von Kunststoff mit der Stabilität mineralischer Werkstoffe. Im Ergebnis entstehen Duschflächen, die deutlich druckfester sind als reines Acryl und eine matte, leicht strukturierte Oberfläche aufweisen.
Barrierefreiheits-relevante Vorteile
Die strukturierte Oberfläche von Mineralwerkstoff-Duschen erreicht häufig ohne zusätzliche Anti-Rutsch-Beschichtung Rutschhemmungsklassen bis R11. Das ist im barrierefreien Badezimmer ein erheblicher Vorteil, weil die Sicherheit konstruktiv integriert und nicht nachträglich aufgebracht ist. Zudem sind Mineralwerkstoff-Flächen unempfindlicher gegenüber Kratzern, vertragen handelsübliche Reiniger gut und behalten ihre Optik über Jahrzehnte. Der höhere Materialpreis gegenüber Acryl amortisiert sich durch die längere Lebensdauer.
Einschränkungen und Planungshinweise
Das höhere Eigengewicht von Mineralwerkstoff-Duschen erfordert eine tragfähige Unterkonstruktion. Bei nachträglichen Sanierungen älterer Gebäude sollte daher die Statik des Untergrunds geprüft werden. Auch die Auswahl an Formen ist geringer als bei Acryl, da die Herstellung aufwendiger ist.
Keramik und Feinsteinzeug: Langlebige Flieslösungen für barrierefreie Duschen
Die bodengleiche Fliesen-Dusche
Bodengleiche Duschen aus Keramik oder Feinsteinzeug gelten als die ästhetisch vielseitigste Lösung für ein barrierefreies Badezimmer. Sie lassen sich nahtlos in das Gesamtdesign des Bades integrieren, da Boden und Duschfläche dasselbe Material verwenden können. Feinsteinzeug ist dabei die robustere Variante: Es ist wasserabweisend, frostsicher und in einer Vielzahl von Rutschfestigkeitsklassen erhältlich.
Rutschhemmung und Fugenplanung
Die Rutschhemmung bei Fliesen hängt maßgeblich von Oberflächenstruktur und Fugenanteil ab. Kleinstformatige Mosaike (unter 5 × 5 cm) bieten durch ihren hohen Fugenanteil eine natürliche Griffigkeit, sind aber reinigungsintensiver. Großformatige Fliesen ab 60 × 60 cm sehen moderner aus und sind leichter zu reinigen, erfordern aber eine bewusste Wahl der Oberflächenstruktur, um die Rutschhemmungsklasse R10 zu erreichen. Für das barrierefreie Badezimmer empfehlen Fachplaner in der Dusche mindestens R10, auf Freiflächen mit starker Nassbelastung R11.
Technische Anforderungen an den Untergrund
Bodengleiche Keramikduschen setzen eine präzise geplante Entwässerung voraus. Das Gefälle zur Ablaufrinne oder zum Punktablauf muss exakt eingearbeitet sein – typischerweise 1–2 % – damit kein Wasser stagniert. Der Estrich muss entsprechend vorgefertigt oder nachträglich aufgebaut werden, was die Installation aufwendiger macht als bei Wannensystemen.
Antikalk-Beschichtungen und Glastrennwände als ergänzende Systemkomponenten
Glasduschwände im barrierefreien Einsatz
Sicherheitsglas (ESG oder VSG) gehört in jedem barrierefreien Badezimmer zum Standard. Im Sturz zerfällt ESG in kleine, stumpfe Bruchstücke – das minimiert Verletzungsrisiken. VSG hält auch nach dem Bruch zusammen, was bei großflächigen Verglasungen zusätzliche Sicherheit bietet. Rahmenlose Glaswände aus 8–10 mm starkem ESG sind dabei nicht nur sicher, sondern erleichtern auch das Reinigen, da Schmutznester an Rahmenprofilen entfallen.
Antikalk- und Lotus-Effekt-Beschichtungen
Moderne Glasduschwände werden 2026 standardmäßig mit nanotechnologischen Antikalk-Beschichtungen angeboten. Diese hydrophoben Oberflächen lassen Wassertropfen abperlen und reduzieren den Reinigungsaufwand deutlich – ein Aspekt, der gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität relevant ist. Die Haltbarkeit solcher Beschichtungen variiert je nach Hersteller und Pflegeweise erheblich; bei hochwertigen Produkten sind Laufzeiten von zehn Jahren und mehr realistisch.
Expertentipps: Materialwahl und Planung eines barrierefreien Badezimmers
Wer ein barrierefreies Badezimmer plant, sollte frühzeitig folgende Punkte berücksichtigen:
Rutschhemmungsklasse priorisieren: Für Duschen gilt R10 als Mindeststandard, R11 als Empfehlung bei erhöhtem Sturzrisiko. Die Klasse sollte vom Hersteller schriftlich belegt sein.
Einbauhöhe und Barrierefreiheit kombinieren: Wannen- und Duschwannen-Systeme mit einer Aufbauhöhe unter 3,5 cm ermöglichen auch in Sanierungsprojekten weitgehende Barrierefreiheit, ohne den Estrich vollständig zu erneuern.
Abflussposition strategisch wählen: Wandnahe Rinnenabflüsse ermöglichen ein richtungsunabhängiges Betreten und erleichtern die Bewegung mit Rollator oder Rollstuhl, da die Ablaufrinne nicht überfahren werden muss.
Haltegriffe und Sitzmöglichkeiten einplanen: Wandbefestigte Klappsitze und Haltestangen müssen bereits beim Rohbau mit entsprechenden Wandverankerungen vorbereitet werden – der nachträgliche Einbau ist aufwendiger und teurer.
Materialkompatibilität beim Gesamtsystem prüfen: Wanne, Bodenbelag, Wandfliesen und Ablaufrinne müssen technisch aufeinander abgestimmt sein, um eine dauerhaft dichte und optisch harmonische Einheit zu bilden.
Häufig gestellte Fragen
Welches Material ist für eine bodengleiche Dusche im barrierefreien Badezimmer am langlebigsten?
Feinsteinzeug und Mineralwerkstoff gelten als besonders langlebig. Feinsteinzeug ist hart, kratzfest und chemikalienbeständig, während Mineralwerkstoff durch seine geschlossene Oberfläche keine Poren aufweist und damit hygienisch leicht zu reinigen ist. Beide Materialien übertreffen reines Acryl in der Langzeitbeständigkeit, erfordern aber eine sorgfältige Untergrundvorbereitung.
Ab welcher Rutschhemmungsklasse gilt eine Dusche als barrierefrei?
Für den barrierefreien Einsatz schreibt die DIN 18040 eine Rutschhemmung der Klasse R10 vor. In Bereichen mit besonders hohem Sturzrisiko, etwa in Pflegeeinrichtungen oder bei Personen mit stark eingeschränkter Mobilität, empfehlen Fachverbände die Klasse R11. Die Einstufung erfolgt nach DIN 51097 (für Barfußbereiche) oder DIN 51130 (für Arbeitsbereiche mit Schuhen).
Lässt sich ein bestehendes Badezimmer nachträglich barrierefrei umrüsten?
Ja, eine nachträgliche Umrüstung ist in vielen Fällen möglich. Flache Duschwannen-Systeme mit geringer Aufbauhöhe ermöglichen den Umbau ohne vollständige Estrichsanierung. Bei bodengleichen Keramiklösungen ist hingegen meist ein tieferer Eingriff in den Bodenaufbau nötig. Förderprogramme der KfW (Programm 455-B) unterstützen solche Maßnahmen finanziell, sofern sie barrierereduzierende Standards erfüllen.
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Barrierefreies Badezimmer: Materialvergleich moderner Duschlösungen für 2026
Ein barrierefreies Badezimmer ist längst kein Thema mehr, das sich auf Pflegeheime oder Rehabilitation beschränkt. Immer mehr Bauherren und Sanierungsinteressierte entscheiden sich bewusst für Duschlösungen, die Komfort, Sicherheit und Ästhetik miteinander verbinden. Wer 2026 plant, sein Bad zukunftssicher zu gestalten, steht dabei vor einer entscheidenden Wahl: Welches Material erfüllt die normativen Anforderungen an Barrierefreiheit, hält dem täglichen Gebrauch stand und überzeugt gleichzeitig optisch? Die Antwort liegt im Detail – in Rutschfestigkeit, Pflegeaufwand, Langlebigkeit und Verarbeitungsqualität. Dieser Artikel vergleicht die wichtigsten Materialien für moderne Duschlösungen im barrierefreien Badezimmer und liefert fundierte Entscheidungshilfen für Planung und Kauf.
Grundlagen: Was ein barrierefreies Badezimmer ausmacht
Inhalt
Normative Anforderungen 2026
Die DIN 18040-1 und DIN 18040-2 bilden in Deutschland den technischen Rahmen für barrierefreies Bauen. Für das Badezimmer gelten konkrete Mindestmaße: Die Duschfläche sollte mindestens 90 × 90 cm, bei voller Rollstuhlgerechtheit 120 × 120 cm betragen. Bodengleiche oder schwellenniedrige Übergänge sind Pflicht, ebenso wie rutschhemmende Oberflächen der Klasse R10 oder besser. Der Übergang zwischen Duschfläche und Badezimmerboden muss wasserdicht, aber stufenlos sein – das stellt hohe Anforderungen an die verwendeten Materialien und deren Verbindungstechnik.
Warum das Material über Sicherheit entscheidet
Nicht jedes ästhetisch ansprechende Material ist gleichermaßen für ein barrierefreies Badezimmer geeignet. Polierte Natursteinoberflächen etwa sehen edel aus, können aber bei Nässe zur Rutschfalle werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Oberflächenstruktur, Fugenanteil und Pflegbarkeit. Materialien mit höherem Fugenanteil bieten oft bessere Griffigkeit, erhöhen jedoch den Reinigungsaufwand. Der Materialvergleich muss daher immer ganzheitlich erfolgen – unter Berücksichtigung von Sicherheit, Hygiene und Alltagspraktikabilität.
Acryl und Sanitäracryl: Der Klassiker unter den Duschmaterialien
Eigenschaften und Verarbeitung
Sanitäracryl zählt zu den meistverbreiteten Werkstoffen im Duschbereich. Es ist leicht, gut formbar und in nahezu jeder Größe und Form produzierbar. Die glatte Oberfläche ist angenehm warm beim Betreten, was im barrierefreien Bereich, wo Nutzer häufig barfuß oder mit dünnen Socken duschen, ein relevanter Komfortfaktor ist. Moderne Acrylwannen werden mit integrierten Anti-Rutsch-Strukturen oder nachträglichen Beschichtungen angeboten, die die Rutschfestigkeit auf R10 oder R11 anheben.
Stärken und Schwächen im Barrierefreiheits-Kontext
Acryl überzeugt durch sein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis und die einfache Installation. Allerdings ist die Oberfläche kratzempfindlicher als Keramik oder Emaille, und starke Reinigungsmittel können die Struktur langfristig angreifen. Für eine flache, bodengleiche Lösung eignet sich Acryl sehr gut, da es in geringen Bauhöhen ab 2,5 cm produziert werden kann. Wer eine flache Duschwanne für das barrierefreie Bad sucht, findet in modernen Sanitäracryllösungen eine technisch ausgereifte Option.
Mineralwerkstoff (SMC und Duroplasten): Robustheit trifft Design
Was ist Mineralwerkstoff?
SMC (Sheet Moulding Compound) und verwandte Duroplasten sind Verbundwerkstoffe aus Harz, Füllstoffen wie Kalk oder Quarzsand sowie Glasfasern. Sie vereinen die Formfreiheit von Kunststoff mit der Stabilität mineralischer Werkstoffe. Im Ergebnis entstehen Duschflächen, die deutlich druckfester sind als reines Acryl und eine matte, leicht strukturierte Oberfläche aufweisen.
Barrierefreiheits-relevante Vorteile
Die strukturierte Oberfläche von Mineralwerkstoff-Duschen erreicht häufig ohne zusätzliche Anti-Rutsch-Beschichtung Rutschhemmungsklassen bis R11. Das ist im barrierefreien Badezimmer ein erheblicher Vorteil, weil die Sicherheit konstruktiv integriert und nicht nachträglich aufgebracht ist. Zudem sind Mineralwerkstoff-Flächen unempfindlicher gegenüber Kratzern, vertragen handelsübliche Reiniger gut und behalten ihre Optik über Jahrzehnte. Der höhere Materialpreis gegenüber Acryl amortisiert sich durch die längere Lebensdauer.
Einschränkungen und Planungshinweise
Das höhere Eigengewicht von Mineralwerkstoff-Duschen erfordert eine tragfähige Unterkonstruktion. Bei nachträglichen Sanierungen älterer Gebäude sollte daher die Statik des Untergrunds geprüft werden. Auch die Auswahl an Formen ist geringer als bei Acryl, da die Herstellung aufwendiger ist.
Keramik und Feinsteinzeug: Langlebige Flieslösungen für barrierefreie Duschen
Die bodengleiche Fliesen-Dusche
Bodengleiche Duschen aus Keramik oder Feinsteinzeug gelten als die ästhetisch vielseitigste Lösung für ein barrierefreies Badezimmer. Sie lassen sich nahtlos in das Gesamtdesign des Bades integrieren, da Boden und Duschfläche dasselbe Material verwenden können. Feinsteinzeug ist dabei die robustere Variante: Es ist wasserabweisend, frostsicher und in einer Vielzahl von Rutschfestigkeitsklassen erhältlich.
Rutschhemmung und Fugenplanung
Die Rutschhemmung bei Fliesen hängt maßgeblich von Oberflächenstruktur und Fugenanteil ab. Kleinstformatige Mosaike (unter 5 × 5 cm) bieten durch ihren hohen Fugenanteil eine natürliche Griffigkeit, sind aber reinigungsintensiver. Großformatige Fliesen ab 60 × 60 cm sehen moderner aus und sind leichter zu reinigen, erfordern aber eine bewusste Wahl der Oberflächenstruktur, um die Rutschhemmungsklasse R10 zu erreichen. Für das barrierefreie Badezimmer empfehlen Fachplaner in der Dusche mindestens R10, auf Freiflächen mit starker Nassbelastung R11.
Technische Anforderungen an den Untergrund
Bodengleiche Keramikduschen setzen eine präzise geplante Entwässerung voraus. Das Gefälle zur Ablaufrinne oder zum Punktablauf muss exakt eingearbeitet sein – typischerweise 1–2 % – damit kein Wasser stagniert. Der Estrich muss entsprechend vorgefertigt oder nachträglich aufgebaut werden, was die Installation aufwendiger macht als bei Wannensystemen.
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Antikalk- und Lotus-Effekt-Beschichtungen
Moderne Glasduschwände werden 2026 standardmäßig mit nanotechnologischen Antikalk-Beschichtungen angeboten. Diese hydrophoben Oberflächen lassen Wassertropfen abperlen und reduzieren den Reinigungsaufwand deutlich – ein Aspekt, der gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität relevant ist. Die Haltbarkeit solcher Beschichtungen variiert je nach Hersteller und Pflegeweise erheblich; bei hochwertigen Produkten sind Laufzeiten von zehn Jahren und mehr realistisch.
Expertentipps: Materialwahl und Planung eines barrierefreien Badezimmers
Wer ein barrierefreies Badezimmer plant, sollte frühzeitig folgende Punkte berücksichtigen:
Häufig gestellte Fragen
Welches Material ist für eine bodengleiche Dusche im barrierefreien Badezimmer am langlebigsten?
Feinsteinzeug und Mineralwerkstoff gelten als besonders langlebig. Feinsteinzeug ist hart, kratzfest und chemikalienbeständig, während Mineralwerkstoff durch seine geschlossene Oberfläche keine Poren aufweist und damit hygienisch leicht zu reinigen ist. Beide Materialien übertreffen reines Acryl in der Langzeitbeständigkeit, erfordern aber eine sorgfältige Untergrundvorbereitung.
Ab welcher Rutschhemmungsklasse gilt eine Dusche als barrierefrei?
Für den barrierefreien Einsatz schreibt die DIN 18040 eine Rutschhemmung der Klasse R10 vor. In Bereichen mit besonders hohem Sturzrisiko, etwa in Pflegeeinrichtungen oder bei Personen mit stark eingeschränkter Mobilität, empfehlen Fachverbände die Klasse R11. Die Einstufung erfolgt nach DIN 51097 (für Barfußbereiche) oder DIN 51130 (für Arbeitsbereiche mit Schuhen).
Lässt sich ein bestehendes Badezimmer nachträglich barrierefrei umrüsten?
Ja, eine nachträgliche Umrüstung ist in vielen Fällen möglich. Flache Duschwannen-Systeme mit geringer Aufbauhöhe ermöglichen den Umbau ohne vollständige Estrichsanierung. Bei bodengleichen Keramiklösungen ist hingegen meist ein tieferer Eingriff in den Bodenaufbau nötig. Förderprogramme der KfW (Programm 455-B) unterstützen solche Maßnahmen finanziell, sofern sie barrierereduzierende Standards erfüllen.
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